Clearingstelle

Intensivpädagogische Clearingstelle

Am Beginn einer Jugendhilfemaßnahme stehen oft unsichere Einschätzungen und unterschiedliche Angaben über die Situation des betroffenen jungen Menschen. Informationen zu vorhandenen Grundkompetenzen und Defiziten sind aufgrund verschiedener Standards oftmals spärlich oder widersprüchlich. Diese Unklarheit macht es schwierig, die Hilfe wirksam, effizient und nachhaltig zu planen.

Durch eine Clearingphase kann eine Ruhepause und Neuorientierung erreicht werden. Viele Kinder und Jugendliche müssen ein traumatisches Erlebnis verkraften: ein Klinikaufenthalt, eine gescheiterte Hilfe, eine Krisenunterbringung oder Ähnliches. In der Clearingphase kann sich der junge Mensch unter Anleitung intensiv mit den Gründen des Wohnortwechsels auseinandersetzen, sich auf die neue Situation einstellen und dann motiviert in die neue Hilfe starten.

Während der Clearingphase führen wir eine Sozialpädagogische Analyse durch, in der die zu den Stärken, Fähigkeiten, Möglichkeiten und Probleme des jungen Menschen gewonnen Erkenntnissen zusammengefasst werden. Dabei werden die Grundkompetenzen, allgemeines Verhalten, Impuls/Empathie/Moral sowie Schulkompetenzen analysiert. Die Sozialpädagogische Analyse kann zur Grundlage für die Planung und Durchführung der Hilfe genutzt werden.

Neben den konzeptionellen Ansätzen der Clearingphase gelten zusätzlich die Konzeptionen von ZORA (Schutz- und Beteiligungskonzept, Medienkonzept etc.).